Antje Steiner, Praxis für Neurologie in Bremen

Diagnostik / Behandlung

Neurologische Praxis

Die Gründe, die Sie in eine neurologische Praxis führen können, sind sehr vielfältig. Einerseits kann es sein, dass Sie mit einem Symptom kommen, das heißt, mit einem Beschwerdebild, und es müssen zunächst Untersuchungen erfolgen, um eine Diagnose zu stellen, also die Ursache der Beschwerden zu finden. Hierzu sind einerseits ein ärztliches Gespräch, eine körperliche Untersuchung und ggfs. technische Untersuchungen erforderlich. Erst dann kann eine Behandlung festgelegt werden. Sofern es schon medizinische Unterlagen zu bereits erfolgten Untersuchungen gibt, sollten Sie diese mitbringen, um unnötige Doppeluntersuchungen und Zeit zu sparen.

Andererseits kann es sein, dass Sie mit einer bekannten Diagnose überwiesen werden, z.B. nach einer Nervenverletzung, oder bei einem Bandscheibenvorfall mit Nerveneinklemmung, um festzustellen, wie schwer der betroffene Nerv beschädigt ist und welche weiteren Maßnahmen zu treffen sind.

Möglicherweise kommen Sie auch nach einem Klinikaufenthalt mit einer dort gestellten Diagnose erstmals in die Praxis, um die ambulante Weiterbehandlung zu planen. Auch in diesem Falle ist es günstig, wenn Sie Unterlagen aus der Klinik mitbringen.

Technische Untersuchungen:

Farbduplexsonographie der hirnversorgenden Arterien

Farbduplexsonographie der hirnversorgenden Arterien

Hierbei handelt es sich um ein spezielles Ultraschallverfahren, mit dem sich einerseits die Struktur der Gefäßwand, andererseits aber auch der Durchfluss des Blutes durch das Gefäß darstellen und messen lässt. Mit dieser Methode werden u.a. Verkalkungen/Ablagerungen an der Gefäßwand erkannt und vermessen. Es lässt sich feststellen, ob die Verkalkung vergleichsweise harmlos ist, oder ob sie eine so hochgradige Verengung des Blutgefäßes verursacht, dass die Gefahr eines Schlaganfalls besteht.

Elektroneurographie (ENG) und Somatosensibel Evozierte Potentiale (SEP)

Elektroneurographie (ENG) und Somatosensibel Evozierte Potentiale (SEP)

Hier wird mit schwachen elektrischen Reizen gemessen, ob und wie ein Nerv diese Impulse weiterleitet. Diese Messung ist wichtig bei klassischen Engpass-Syndromen wie dem Karpaltunnelsyndrom oder dem Ulnarisrinnensyndrom, aber auch bei Nerveneinklemmungen durch Bandscheibenvorfall. Die Messung zeigt an, wie stark ein Nerv bereits geschädigt ist, und hilft bei der Entscheidung,  ob er z.B. operativ aus einem Engpass befreit werden muss. Mit den SEP messen wir nicht einen einzelnen Nerv, sondern eine lange Bahn vom einzelnen Nerven, über das Rückenmark, bis zum Gehirn. Diese Messung braucht man z.B. bei der Frage nach Rückenmarksschäden.

Elektroenzephalogramm (EEG)

Elektroenzephalogramm (EEG)

Die EEG ist vor allem in der Diagnostik und Therapie der Epilepsie wichtig. Hiermit lässt sich feststellen, ob eine Epilepsie gut mit Medikamenten behandelt ist, oder ob das Gehirn noch in ständiger Anfallsbereitschaft ist, also ein anhaltendes Risiko für epileptische Anfälle besteht. Hilfreich ist die Methode auch, wenn nach langjähriger Anfallsfreiheit Medikamente abgesetzt werden sollen, und auch bei der Frage, ob ein von Epilepsie Betroffener  Auto fahren darf oder nicht.  Hilfreich ist die EEG jedoch auch als Teil der Diagnostik von Kopfschmerzen, Demenzen oder anderen neurodegenerativen Erkrankungen, bei denen sich messbare Änderungen der Hirnaktivität einstellen.

Elektromyographie (EMG)

Elektroneurographie (ENG) und Somatosensibel Evozierte Potentiale (SEP)

Hier werden mit sehr feinen Nadeln die Muskeln untersucht. Diese Untersuchung gibt einem einerseits Informationen über Erkrankungen des Muskels selbst, aber auch über das Zusammenspiel von Muskeln und jeweils zugehörigen Nerven.

Mitglied der

www.kvhb.de